Aachen House of Production

Ein mobiler Pavillion für den Exzellenzcluster “Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer” der RWTH Aachen
in Zusammenarbeit mit Prof. Hartwig Schneider

2010

1.Preis

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1 Transport

Um nachhaltige Mobilität zu erreichen und die 2-3-mal jährlich geforderten Ortwechsel möglichst einfach und ohne wiederkehrende größere Aufwendungen für Auf- und Abbau und Transport durchführen zu können, schlagen wir eine klappbare, gewichtsminimierte Konstruktion auf Basis der Maße eines maximalen Standard-Containers vor.

Sämtliche Bauteile und Ausstattungen können in einem üblichen Sattelschlepper-LKW mit Mega-Sattelanhänger mit einem Packmaß von 13.60 x 2.50 x 3.00 m transportiert werden.  

2 Aufbau 

Die Seitenwände der am Bestimmungsort abgestellten und justierten Transportbox bilden durch Auf- und Abklappen das Dach, bzw. den Boden des Pavillons. Die intelligente und einfache Transformierung vervierfacht die Grundfläche des Transportmaßes auf insgesamt 126 m² Nutzfläche.

Die im Innenraum transportierten, rollbaren Hüllelemente werden in die Decken- und Bodenelemente eingehangen. Die 4 Hydraulikstützen des Pavillons drücken das Dach nach oben, vergrößern die lichte Raumhöhe auf 3,00 m und spannen und fixieren die pneumatische Folien-Hülle.

Der große mittige Tisch wird aus seiner Transportposition heruntergeklappt und aufgefaltet, Stühle und weiteres Mobiliar aufgestellt: Der Pavillon ist nach kurzer Zeit bereit zur Nutzung.

3 Funktion

Der offene und flexible Grundriss lässt verschiedenste Nutzungsszenarien zu: Workshops, Ausstellungen oder auch Einzelarbeitsplätze.

Die demontable Zentraleinheit beinhaltet eine Sanitärkabine und eine Teeküche. Integrierte verschiebbare Raumteiler zonieren die Grundfläche je nach Anforderung und dienen als vergrößerbare Projektions- oder Präsentationsfläche. Alle Präsentationstafeln und -displays sind während des Transports im Innenraum der Box verstaut.

4 Konstruktion / Technik

Ultraleichte Konstruktionen aus Epoxysandwichplatten mit einem Aluminiumwaben- oder Metallschaumplattenkern und stabilisierendem Karbongerüst ermöglichen eine leichte Handhabung der Boden- und Dachelemente und eine hohe Steifigkeit bei geringem Transportgewicht. Die biegesteif angeschlossenen Mittelstützen übernehmen die Aussteifung der Konstruktion. Zusätzliche schlanke und demontable Stützen aus leichten Karbonhohlprofilen verkürzen Spannweiten und Auskragungen.Beleuchtung, Medienführung, Be- und Entlüftung, sowie Heiz-Kühlelemente sind in die hochintegrierten Boden- und Deckenelemente des Pavillons eingebaut. 

Der Einsatz von Vakuumdämmung und Speicherelementen aus Phase-Change-Materials (PCM) als Energiepuffer ermöglicht trotz leichter und minimaler Konstruktion gute bauphysikalische Eigenschaften und hohen Benutzerkomfort.

5 Hülle

Die äußerst leichte, adaptive Multilayer-Fassade aus mehreren Membranschichten kann sich von hochtransparent bis transluzent oder opak wandeln.

3-lagige ETFE Folienkissen bestimmen die spezifische Textur der Oberfläche und bieten eine hohe Lichtdurchlässigkeit bei guten Wärmedämmeigenschaften. Durch zusätzliche, bedruckte oder beschichtete Membranen aus Folien oder Textilien mit funktionalen Oberflächen werden Wärmedämmung und Energiedurchlass optimiert und weitere Funktionen wie Sicht- und Sonnenschutz oder Projektionsflächen generiert. Die im Innenraum transportierten, rollbaren Hüllelemente werden in die Decken- und Bodenelemente eingehangen. Die 4 Hydraulikstützen des Pavillons drücken das Dach nach oben, vergrößern die lichte Raumhöhe auf 3,00 m und spannen und fixieren die pneumatische Folien-Hülle.

Die Hülle kann darüber auch abschnittsweise oder in toto abgedunkelt oder auch vollkommen undurchsichtig gestaltet werden. Mittels einfacher Keder- und Klettverschlüsse lassen sich die Folien auf einfachste Weise montieren und zu einer homogenen Hülle addieren.Die mehrschalige Hülle kann über Lüftungsöffnungen in den Boden- und Deckenpaneelen hinterlüftet und so an wechselnde klimatischen Anforderungen angepasst werden.

6 Klima

Integrierte Deckenstrahlpaneele zur Kühlung oder Heizung regulieren das Klima im Inneren des Pavillons. Die Belüftung des Innenraumes erfolgt über die in die Boden- und Deckenpaneele eingebauten Lüftungselemente. Die einströmende Luft kann im Bedarfsfall zusätzlich gekühlt, bzw. erwärmt werden.

Optional können in die Dachflächen integrierte Photovoltaikelemente einen Teil des Strombedarfes des Pavillons decken.

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7 Gestalt und Signifikanz

Das elegante Erscheinungsbild des CoE Pavillons wandelt sich je nach Nutzung und Fassadenzustand: von hochtransparent, Ein- und Ausblicke gewährend; über geheimnisvoll transluzent bis beinahe opak. Nachts leuchtet der Pavillon unterschiedlich illuminiert; Projektionen werden außen sichtbar auf der Layerfassade dargestellt.

Die Arbeit des Excellenzclusters der RWTH Aachen wird über die Fassade transportiert: sichtbare Ausstellungen und Projektionen präsentieren Ergebnisse der Forschungsarbeit, Workshops tragen das Bild der Prozesse und des Entstehens nach Außen.

 

Der Pavillon des “Aachen House of Production” reist mit „Leichtigkeit“ zu verschiedenen Veranstaltungen an unterschiedlichsten Orten und repräsentiert so auf selbstverständliche Weise die Inhalte und Ziele dieses einzigartigen Kompetenzzentrums an der RWTH. 

Der CoE Pavillon macht die material- und produktionstechnische Kompetenz des Cluster of Excellence erlebbar und zeichnet sich durch architektonische Klarheit, Einfachheit und eine poetische Wirkung aus, die ihn in den„Cluster of Elegance“ transformiert.

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