2019 / offener Wettbewerb / Wohnungsbau

Kita
husum

Der Neubau der Kita „Flüggup“ für die Stadt Husum soll sich nördlich des Schlossparks in umittelbarer Nachbarschaft zum Klinikum Nordfriesland einfügen und diesen bereichern. Wir schlagen einen Neubau vor, der sich in Maßstäblichkeit, Dachform und Kubatur an der bestehenden Bebauung anlehnt und zeitgemäß interpretiert, gleichzeitig aber auch einen eigenständigen architektonischen Ausdruck findet.
Wir führen die Typologie der Bebauung östlich vom Wettbewerbsgrundstück fort und brechen diese nicht mit einem überhöhten Gebäude. Ziel ist es, den Neubau selbstverständlich in den Kontext des Ortes einzubinden und dennoch seine besondere Stellung als Kindertagesstätte kenntlich zu machen.

städtebau und erschließung

Die Lage des zu planenden Wettbewerbsgebiets in Husum steht im Kontext einer heterogenen Bebauungstruktur im Nord-Osten, der begleitenden Ferdinand-Tönnies-Straße im Westen und das unmittelbar an das Wettbewerbsgebiet angrenzende Klinikum und Pflegeschule. 

Die Entscheidung das Raumprogramm in einem eingeschossigen Baukörper unterzubringen, um der Funktionalität und Barrierefreiheit der Kita Rechnung zu tragen, findet Ihre Entsprechung in einem langgestreckten Baukörper, der den Straßenraum begleitet und an der Ferdinand-Tönnies-Straße eine klare Adresse bildet.  

Innere erschließung

Der Foyer Bereich nimmt Kinder und Eltern in Empfang und übernimmt durch seine zentrale Lage im Gebäude eine Verteilerfunktion für die acht Gruppenräume, Verwaltung und den Mehrzweckraum.

Vom Haupteingang kommend umschließt der Neubau der Kindertagesstätte einen großen zusammenhängenden Innenhof der differenzierte Außenräume für die Kinder zum freien Spielen anbietet.  Wie von der Ausloberin gewünscht, erhält jeder Gruppenraum mit vorgelagerter Terrasse einen direkten Zugang zum Außenraum.
Der Innenhof gliedert die Kindertagestätte zusätzlich und versorgt die innenliegenden Büro- und Besprechnungsräume mit Tageslicht.

Material, konstruktion und nachhaltigkeit

Der Neubau der Kindertagesstätte wird als Low-Tech-Gebäude vorgeschlagen. Die Hybird Bauweise aus Holz und Stein, eine sehr gut gedämmte und speicherwirksame Außenhülle inkl. der hochwertigen Verglasungen garantieren eine möglichst gleichmäßige Oberflächentemperatur. Diese Hybrid Bauweise hat entscheidende Vorteile: sie vereint die Vorteile der Vorfertigung mit der Freiheit des Entwurfs; wird die Kindertagesstätte irgednwann zurückgebaut, lassen sich die Materialien sauber trennen und wiederverwende.

Auf die ökonomischen und ökologischen Aspekte wird unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung besonders Wert gelegt. Die Tragstruktur besteht aus vorgefertigten Holzelementen. Für die äußere Hülle schlagen wir ein hinterlüftetes Sichtmauerwerk vor, die Dämmung besteht aus 26 cm Mineralwolle, der Stein bietet eine pflegeleichte Aussenhaut, der Neubau zeigt sich robust und belastbar.
Die einfache, robuste Haustechnik unterstreicht den fokussierten Ansatz. Die thermisch aktivierte Betondecke in den Büro- und Verwaltungsräumen nutzt die Masse des Betons als Wärmespeicher. 

pfeiffer.volland.michel.architekten gmbh
Königstr.31
52064 Aachen

Dipl.-Ing. Alexander Pfeiffer Architekt BDA 
Dipl.-Ing. Felix Volland Architekt 
Benjamin Michel M.A Architekt