2020 / Offener wettbewerb / Gesundheitszentrum

2. Preis

Neubau Gesundheits-zentrum in Erfde

Auszug aus dem Preisgericht:

Der Baukörper erhält durch die angemessene Dimensionierung eine städtebauliche Präsenz an der B 202, die Proportion und Maßstäblichkeit werden gewürdigt. Das Gebäude ist strukturiert, der Eingang liegt klar definiert an dem einladenden Vorplatz. Der Baukörper bietet eine gute Orientierung am Quartierseingang.

Plangebiet

Die Lage des zu planenden Wettbewerbsgebiets in Erfde steht im Kontext einer heterogenen Bebauungstruktur im Osten, der begleitenden Landstraße B202 im Norden und die unmittelbar an das Wettbewerbsgebiet angrenzende Baulandentwicklung. Das Plangebiet fordert Antworten zur städtebaulichen Integration des Neubaus, den Umgang mit der im Norden angeschlossenen Landstraße B202 sowie die zukünftigen entstehenden Wohnnutzungen in südlicher Nachbarschaft. Als Chance wird der 20m Bauverbotsstreifen entlang der B202 gesehen. Das neue MVZ erhält dort eine klare Adresse und bildet in seiner städtebaulichen Konzeption den Übergang zu den umliegenden Baustrukturen.

Erschließung und Barrierefreiheit

Der Bauverbotsstreifen wird adäquat genutzt, hier entsteht die gewünschte Anzahl an Stellplätzen die über die Planstraße des Bebauungsplanes erschlossen werden. Einen qualitätsvollen Auftakt bildet der Vorplatz mit den transparenten Schaufensterfronten der Apotheke und des Sanitätshaus. Das Vordach bildet eine angemessene Geste und verortet den Haupteingang des Neubaus. Vom Haupteingang kommend umschließt das MVZ ein zentrales Foyer mit Blick in zwei Atrien, die auf angemessene Weise die innere Funktionalität veranschaulichen und das Foyer mit Tageslicht versorgen. Das Foyer erschließt alle sechs Nutzungen auf kurzem Wege, durch die zentrale Treppe wird das Obergeschoss repräsentativ erschlossen, der zentrale Aufzug sichert die barrierefreie Erschließung des öffentlich zugängigen Sonderbaus gem. § 51 LBO Schleswig-Holstein.

Material und Konstruktion

Die vorgeschlagene lebendige Ziegeloberfläche harmoniert mit der in Erfde und der Umgebung vorherrschenden Klinkerarchitektur und fügt sich so in den ländlich geprägten Kontext ein. Im Bereich des Obergeschosses gliedern vertikal gemauerte Lisenen den Baukörper und spiegeln somit die strukturelle Klarheit des Entwurfes nach außen. Als Primärkonstruktion hinter der Klinkerschale schlagen wir die Verwendung von klimaneutralen Wärmedämmziegeln vor, die in Verbindung mit den vorgefertigten Stahlbetondecken eine optimal gedämmte Gebäudehülle versprechen und alle Anforderungen an den Brandschutz gewähren.

pfeiffer.volland.michel.architekten gmbh
Martinstraße 10-12
52062 Aachen

Dipl.-Ing. Alexander Pfeiffer Architekt BDA 
Dipl.-Ing. Felix Volland Architekt 
Benjamin Michel M.A Architekt