wbt 241129 werkareal brueckenschlag teningen perspektive aussenraum aspect ratio 2.4 1

Werkareal Brückenschlag Teningen

pvma wbt projekticon
Jahr
2024
Ort
Teningen
Verfahren
Wettbewerb
Bautyp
Quartier

Leitidee und Gliederung

Das Ideengebiet gliedert sich in drei Bereiche. Im westlichen Bereich, der an Bestandsgebäude und die Sägemattenstraße anschließt, wird wegen des ausgewiesenen Überschwemmungsgebiets auf weitere Bebauung verzichtet; stattdessen entsteht ein Klimaspielplatz. Im östlichen Bereich entsteht als Übergang zum Gewerbegebiet eine Hofstruktur mit Gewerbe- und Büroflächen, ergänzt durch ein Versorgungszentrum, eine Pflegeeinrichtung und Sonderformen des Wohnens; Quartiersplatz und Werkhof spiegeln den Fußabdruck des ehemaligen Werks wider. Der zentrale Bereich rückt näher an die Bahn, wodurch aktiver Schallschutz und verkehrsreduzierte Erschließung möglich werden; hier entsteht eine in zwei grüne Höfe gegliederte Wohnstruktur, verbunden durch einen Nachbarschaftsanger.

Städtebauliche Situation

Das Quartier „Brückenschlag Teningen“ entwickelt sich aus einer bislang rückwärtig gelegenen Stadtbrache an den Bahngleisen zu einem multifunktional genutzten, gut vernetzten Stadtquartier. Der bestehende Zugang von der Tscheulinstraße mit der Überquerung des Mühlbachs wird zum Quartierseingang weiterentwickelt und bildet einen zentralen Baustein für das neue Stück Stadt. Der historische Geist des Werksareals wird als identitätsstiftender und stadtklimatisch bedeutsamer Bestandteil in das Konzept integriert. Der Mühlbach prägt den Städtebau und verbindet die Nachbarschaften, während die Gebäudeanordnung sowohl Lärmschutz bietet als auch neue Stadt- und Nachbarschaftsplätze fasst. Haupterschließungsstraße, Gewässer und Rheintalbahn rahmen das Quartier, ein öffentliches Fuß- und Radwegnetz verbindet die Nachbarschaften.

Lageplan zeigt ein Werkareal entlang eines Flusses, umgeben von Siedlungsgebieten und grünen Freiflächen.
Lageplan Werkareal Brückenschlag Teningen, M 1:2500

Quartiersbildung und Nutzungen

Großzügige Grün- und Freiflächen verbinden die Ortsteile Teningen und Köndringen mit den Freiräumen und Naherholungsgebieten entlang der Elz. Der Grünraum am Mühlenbach begleitet das Quartier am südlichen Rand und wird als naturnahe Querverbindung für Fußgänger und Radfahrer umgestaltet. Der historische, einst zur Energieerzeugung genutzte Mühlenbach ist derzeit kaum erlebbar und wird im Wettbewerbsgebiet naturnah umgestaltet und besser erlebbar gemacht, wobei der bestehende Baumbestand erhalten bleibt. Private Freiflächen liegen in den Innenhöfen, der zentrale Quartiersplatz bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und ist an die Tscheulinstraße angebunden. Im Gesamtkonzept wird der Versiegelungsgrad auf ein Minimum reduziert.

Freiraum und Mühlenbach

Großzügige Grün- und Freiflächen verbinden die Ortsteile Teningen und Köndringen mit den Freiräumen und Naherholungsgebieten entlang der Elz. Der Grünraum am Mühlenbach begleitet das Quartier am südlichen Rand und wird als naturnahe Querverbindung für Fußgänger und Radfahrer umgestaltet. Der historische, einst zur Energieerzeugung genutzte Mühlenbach ist derzeit kaum erlebbar und wird im Wettbewerbsgebiet naturnah umgestaltet und besser erlebbar gemacht, wobei der bestehende Baumbestand erhalten bleibt. Private Freiflächen liegen in den Innenhöfen, der zentrale Quartiersplatz bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten und ist an die Tscheulinstraße angebunden. Im Gesamtkonzept wird der Versiegelungsgrad auf ein Minimum reduziert.

Piktogramm zum Gesamtkonzept mit grünem Grünzug entlang eines Wasserlaufs und rosa markierten Baukörpern.
Piktogramm zum Mobilitätskonzept mit Wegeachsen, Wasserlauf und hervorgehobenen Baukörpern im Lageplan.
Piktogramm zeigt Raumkonzept und Freiraum mit gelben Baukörpern, grünen Grünflächen und einem blauen Wasserlauf entlang der Achse.
Der Lageplan zeigt ein längliches Areal entlang eines Flusslaufs mit mehreren neuen Gebäudezeilen, die von Grünflächen, Baumreihen und Fußwegen durchzogen sind.

Erschliessung und Mobilität

Das Quartier wird autoarm gestaltet, mit minimalen Verkehrsflächen für hohe Aufenthaltsqualität und einem offenen Wegenetz für Fußgänger und Radfahrer. Als Schallschutzmaßnahme an den Bahngleisen entsteht eine zweigeschossige Quartiersgarage mit begrüntem Solardach, die auch dem Regenwassermanagement dient und flexibel umnutzbar ist. Entlang der Tscheulinstraße sollen bestehende Stellplatzbrachen durch ähnliche zweigeschossige Quartiersgaragen mit begrünten Solardächern ersetzt werden, ergänzt durch eine Bushaltestelle und überdachte Fahrradstellplätze. Die Garagen bieten Stellplätze für Autos und Fahrräder sowie Infrastruktur für E-Mobilität und Carsharing; punktuell werden zusätzliche, teils barrierefreie Stellplätze in Wohnungsnähe geschaffen.

Schnitt A-A zeigt niedrige Baukörper zwischen Grünflächen und Baumreihen entlang einer langgestreckten Schnittlinie.
Schnitt A-A – Werkareal Brückenschlag Teningen
Lageplan zeigt zwei Wohnriegel mit Grünstreifen, Fußwegen und einem angrenzenden Parkplatz mit Stellplatzreihen.
Lageplan Wohnhaus und Parkhaus, Werkareal Brückenschlag Teningen
Lageplan zeigt drei Gebäudekörper der Reihenhäuser inmitten von Grünflächen mit Bäumen und Wegen.
Grundriss Reihenhäuser, Werkareal Brückenschlag Teningen